27 Yuan – Ein Einblick in das Hutong Kulturzentrum

13-10-2017 10:03:08

27 Yuan – Ein Einblick in das Hutong Kulturzentrum

Chinesische Hutongs sind eine traditionelle Form des Wohnens, besonders in Beijing. Sie ist geprägt von engen Nebenstraßen und verwinkelten Innenhöfen. Eine Nachbarschaft findet sich da schnell zusammen, also sind sie der ideale Ort für ein gemeinsames Kulturzentrum.

Das 27 Yuan oder auch 27 Yard, ist ein noch recht junges, von der Lokalregierung gefördertes Kulturzentrum im Beijinger Stadtteil Dongcheng, in der Neiwubu Straße .

Duo Duo ist eine der beiden Managerinnen des 27 Yuan, was Wohnhof 27 heißt. Als Kulturzentrum konzipiert, öffnete es im Jahr 2016 seine Pforte.

Duo Duo studierte in Frankreich Kreativindustrie mit dem Fokus auf Kunstmanagement. Nach dem Studium kehrte sie nach China zurück und arbeitet seitdem als Kuratorin.

Wie sie zum Kulturzentrum gekommen ist, schildert sie folgendermaßen:

„Die Leute von der Regierung haben uns entdeckt. Sie denken, wir haben die Fähigkeit, eine neue Form von Kulturzentrum zu entwickeln. Darum sind wir hier. Wir arbeiten mit der Regierung, der Lokalregierung, zusammen um alles in diesem Hof zu organisieren.“ 

Ganz so rosig sah es am Anfang nicht aus. Der Hutong-Innenhof war verbaut und heruntergekommen, doch das sollte sich schnell ändern. Der Hof wurde renoviert und ist nun ein schöner, funkelnder Ort, wie Duo Duo meint.

Das Zentrum selbst soll etwas ganz Neues sein. Traditionelle Kulturzentren, wie Duo Duo mir erzählte, konzentrieren sich bloß auf die Nachbarschaft und darin besonders die ältere Generation.

Dieses Zentrum aber soll eine Art Interface oder Schnittstelle sein. Mit diesem Ort sollen Konflikte zwischen verschiedenen Parteien gelöst und ausgeglichen werden.

„So können wir eine Schnittstelle für den Austausch zwischen den Anwohnern und Besuchern, zwischen der alten und der jungen Generation und zwischen den Regierungsvertretern und der Öffentlichkeit werden.“ 

27 Yuan – Ein Einblick in das Hutong Kulturzentrum

Das Programm des 27 Yuan ist vielseitig und bietet für jeden etwas. In den zehn Räumlichkeiten des Hofes finden verschiedenste Veranstaltungen statt. Wochentags von früh bis zum Nachmittag richtet sie das Programm an ältere Menschen. Klassische Unterhaltung mit Tanz, Kalligrafie, Brettspielen und Malerei wird angeboten.

Montag bis Donnerstag stellen sie jeden Abend ihre Räumlichkeiten für einen guten Zweck zur Verfügung. Gemeinnützige Verbände und NGOs sowie kreative Projekte können sich kostenfrei einmieten. Dauerausstellung ist momentan eine wundervolle Bilderschau mit den Werken autistischer Kinder.

Das Wochenende ist dann der jungen Generation gewidmet. Es gibt Konzerte, Ausstellungen, Feiern, Tanzstunden und einen Näh-Workshop für kleine Kinder.

Eine besondere Position nimmt im Hof das Yichang Café ein. Die Betreiberin ist Fu Dan. Ihr französischer Ehemann Elie erklärt, wie sie zum Café gekommen sind:

„Sie hatten hier Veranstaltungen für Kinder abgehalten und sie wollten etwas, das die Besucher zum Bleiben einlädt. Darum kam es uns in den Sinn, ein Café zu eröffnen. Fu Dan wurde gefragt, ob sie Interesse daran hätte. Sie sagte ja und nun sind wir hier.“

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