Der Krieg der Sterne ist zurück: „Star Wars – Der letzte Jedi“

11-01-2018 16:12:25

„Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis... .“ Damit beginnen sie alle. Der Krieg der Sterne kehrt zurück in die Lichtspielhäuser. „Star Wars - Die letzten Jedi“ ist der neueste Teil der Saga von Disney. Am 5. Januar feierte der Film mit leichter Verspätung auch in der Volksrepublik China Premiere.

Sieht man von „Rogue One: A Star Wars Story“ aus dem Jahre 2016 ab, der als Prequel gedacht war, ist der neue Film die direkte Fortsetzung von „Star Wars - Das Erwachen der Macht“ (2015) und damit der zweite Teil der neuen und dritten Trilogie.

Regie führte diesmal Rian Johnson. Ungewöhnlich für eine Star Wars Trilogie ist jedoch, dass der zweite Teil nicht mehr von demselben Regisseur des Vorgängers gedreht wurde.

Die aus dem Vorgänger „Das Erwachen der Macht“ etablierten Schauspieler sind alle wieder vertreten.

Der Krieg der Sterne ist zurück: „Star Wars – Der letzte Jedi“

Inhaltlich schließt der Film direkt an seinen Vorgänger an. Nachdem in diesem der Hauptsitz der neuen Republik durch eine modernisierte Version des Todessterns zerstört worden ist, befindet sich der dezimierte Widerstand nun auf der Flucht vor der Neuen Ordnung. Rey sucht Luke Skywalker, den letzten lebenden Jedi-Meister, auf, um sich für den Widerstand als Jedi ausbilden zu lassen. Doch das ist einfacher gesagt, als getan. Währenddessen wird der Widerstand mit seinen letzten Schiffen verfolgt und die Helden begeben sich auf einen wagemutigen Einsatz, um die Verfolger abzuschütteln.

Die Erwartungen an diesen Film sind hoch, beachtet man die 200 Millionen US-Dollar Produktionskosten. International war er bisher auch durchaus erfolgreich, nur auf dem chinesischen Markt nicht. Es ist für Disneyproduktionen schon fast üblich geworden, in China ein gutes Einspielergebnis zu erzielen, doch anders als Disneys Superheldenfilme scheint das Star Wars Universum in China nicht ganz so populär zu sein.

Am Eröffnungswochenende spielte der Film in China nur sieben Millionen US-Dollar ein und liegt damit auf Platz zwei der Kino-Charts, hinter der chinesischen romantischen Komödie „The Ex-Files 3“.

Natürlich sind die Erwartungen an Star Wars in der westlichen Welt herausragend hoch, bildet es doch einen wichtigen Fixpunkt in der Populärkultur seit den späten 1970er Jahren. In China konnte sich diese Verwurzelung nicht einstellen.

Darum ist es auch kein verkehrtes Vorgehen Johnsons, die im letzten Teil etablierten neuen Charaktere weiterzuentwickeln und langsam aber sicher einen Abgesang auf die Helden der ganz alten Filme zu veranlassen.  Dies ist natürlich auch dem Alter der früheren Heroen geschuldet.

Die Erwartungen an Mark Hamills Luke Skywalker waren für die Fangemeinde sehr hoch und so sticht seine Rolle auch positiv heraus. Generell ist der Film leider viel zu lang und die Handlung für einen Star Wars Film zu banal und kaum erinnerungswürdig. Adam Drivers Kylo Ren soll zum neuen Darth Vader stilisiert werden, leider fehlt dazu das ganze Mysterium, das Vader in den alten Filmen auszeichnete. Zu den Lichtblicken zählen da eher noch die Szenen im Thronraum des neuen Bösewichtes, die ästhetisch mit dem Üblichen, was man aus Star Wars kennt, brechen und eher an „Flash Gordon“ (1980) erinnern.

Die Trilogie ist aber noch nicht zu Ende und weitere Spin-Off Filme sind ebenso geplant. Vielleicht wird das Star Wars Universum in Zukunft einen größeren Platz im Herzen des chinesischen Kinopublikums gewinnen können.

Text: Maik Rudolph

Filmplakat: mtime.com 

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