Panda-Pflegerin

25-07-2018 10:00:01

Panda-Pflegerin

Panda-Pflegerin Mei Yan

Foto von VCG

Mei Yan ist eine Panda-Pflegerin in der Forschungsstation zur Aufzucht der Großen Pandas in Chengdu, der Hauptstadt der südwestchinesischen Provinz Sichuan. Während ihres Praktikums im Jahr 2008 zeigte Mei bereits großes Interesse für die Stelle der Panda-Pflegerin. In den letzten zehn Jahren war sie an der Aufzucht unzähliger Pandas beteiligt.

Das optimistische Mädchen der Post-80er-Generation ist ein „Internet Celebrity" im Panda-Zentrum. Mit ihrer schwarz Hornbrille und dem schönen Lächeln sieht Mei so liebenswert wie einen Panda aus. Ihr Spitzname ist „Nanny Mei". Im chinesischen sozialen Netzwerk Weibo hat Mei Yan über 100.000 Fans. Die Fotos von liebenswürdigen Pandabären erhalten unzählige Likes.

„Alle meine Fans nennen mich gerne Babysitterin Mei. Sie mögen mich und sind auch etwas neidisch auf mich, weil ich eine Panda-Pflegerin bin. Der wirkliche Grund, dass so viele Menschen mir in den sozialen Netzwerken folgen, ist, dass ihnen die Pandabären gefallen."

Obwohl Mei Yan die dicken Pandabären in ihren Armen tragen kann, sind die Pflegearbeiten nicht so interessant, wie die meisten Menschen sie sich vorstellen.

„Unsere Arbeiten bestehen zum Großteil aus sich wiederholenden Aufgaben. Morgens ziehe ich meine Uniform an und beginnt sofort mit Saubermachen. Dann füttere ich Pandabären mit frischen Bambussprossen, putze ihren Kot weg und säubere die Bambusschale. Zudem soll ich auch noch das Wohnheim abspritzen und den Müll rausbringen. Nachmittags wiederhole ich das alles noch einmal".

Sie erzählt, dass sie täglich mehr als 50 Kilogramm Exkremente beseitigt und die selbe Menge an Bambus herumträgt. Das sei definitiv eine langwierige Arbeit.

Der Panda-Nachwuchs wiegt normalerweise über 20 Kilogramm. Man braucht viel Kraft, um sie festzuhalten. Deshalb will Mei ein zähes Mädchen werden. Ihrer Meinung nach benötigt dieser Job einen großen Enthusiasmus und Beharrlichkeit.

„Die jungen Pandas sind sehr gespannt auf Besucher. Sie essen und schlafen gerne, was den größten Teil ihres Alltagslebens einnimmt. Aber sie sind sofort aufgeregt, wenn jemand ihr Revier betritt. Sie halten normalerweise unsere Beine fest und wollen mit uns spielen."

Mit ihrer langjährigen Erfahrung kann Mei Yan die Bedeutungen verschiedener Rufe von jungen Pandas unterscheiden.

„Die jungen Pandas quietschen normalerweise. Sie können auch bellen, wenn sie sich verängstigt fühlen oder blöken manchmal wie ein Schaf. Sie haben unterschiedliche Rufe. Jeder Panda bei uns hat seinen eigenen Namen. Dank schwarzen Augenringen, schwarzen Ohren und weißen Gesichtern sehen Pandabären trotzdem nicht gleich aus, wie man sich immer so vorgestellt. Wir begleiten die Pandas für eine lange Zeit, darum können wir sie alle am Gesicht unterscheiden. "

Sogar am Feierabend beschäftigt sich Mei Yan noch mit Pandabären, doch auf einer anderen Weise. Sie schaut gerne Videos über Pandas auf Weibo an.

„Ich fühle mich total entspannt und glücklich, wenn ich solche Videos sehe. Alle Pandas sind durch unsere Pflege aufgewachsen. Es ist großartig zu sehen, dass die jungen Pandas so schnell erwachsen werden. Manche Fans fragten mich, welcher Panda mir am besten gefällt. In meinen Augen sind alle Pandabären gleich wundervoll. Sie alle sind nationale Kulturschätze."

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