„Super Bird Father"

01-02-2019 10:00:01

„Super Bird Father"

Foto von CGTN

2003 hat Tian Zhiwei, ein Mann aus der nordchinesischen Provinz Hebei, 13 große Wildvögel vor dem Tod bewahrt. Ein Ornithologe informierte ihn darüber, dass die Vögel Schwarzschnabelstörche sind. Ihr gegenwärtiger weltweiter Bestand wird auf weniger als 3000 Vögel geschätzt. Sie überwintern normalerweise gerne in der Nähe von Poyang- und dem Dongting-See in China und paaren sich im fernöstlichen Russland.

Als die Vögel wieder fit waren, wollte Tian sie wieder in die Freiheit entlassen. Aber sie wurden unerwartet an einen Zoo gegeben. Als Tian Zhiwei die Vögel später besuchte, stellte er fest, dass nur sechs von ihnen überlebt haben. Das war ihm sehr unangenehm und er entschied sich, eine Rettungsstation zu bauen, um verletzte Wildvögel zu betreuen. Damit kann er sicherstellen, dass die Vögel tatsächlich dorthin zurückkehren, wo sie hingehören, nämlich in die Natur und nicht in den Zoo.

Im Jahr 2011 wurde die Rettungsstation von Tian Zhiwei endlich eröffnet. Diese Zuflucht befindet sich auf dem Salzfeld Daqinghe in der Stadt Tangshan der Provinz Hebei.

„Das Salzfeld liegt am nördlichen Ufer des Bohai-Golfes. Es ist ein Küstenfeuchtgebiet und hat breite Gezeitenzonen. Auf dem Salzfeld vermehren sich große Mengen von Salinenkrebsen und andere Pflanzen und Tiere. Mehr als 90 Prozent der globalen Stelzvögelpopulation, dazu zählen Löffelstrandläufer, Zwergbrachvögel, Grauschwanz-Wasserläufer, wandern durch dieses Gebiet. Jeden Tag beginne ich meine Arbeit mit der Fütterung verletzter Vögel. Dann beobachte ich genau ihren Zustand und denke darüber nach, welche Behandlungen sie brauchen."

Dank Tians Engagement konnte die Rettungsstation schnell wachsen. Anfänglich, als Tian das Land pachtete, bestand die Station nur aus einem Zimmer. Mittlerweile umfasst sie fünf Bereiche: einen Rettungsbereich, eine Genesungszone, ein Gebiet für Wildtraining, eine Zone für künstliche Inkubation und eine Zone für Naturpädagogik.

Im Frühling kommen viele Stelzvögel hierher, um sich fortzupflanzen. Vogelschützer senden von Wilderern entnommene Eier zur Rettungsstation. Tian behandelt sie mit Sorgfalt und Geduld, bis die Küken schlüpfen.

„Während der Brutzeit muss ich jeden Tag Notizen machen. Bislang habe ich etwa 1500 Vögel künstlich ausgebrütet. Auf den Eiern vermerke ich das Datum und nummeriere sie, wenn der Brutvorgang beginnt. Zudem muss ich sicherstellen, eine entsprechende Temperatur und Feuchtigkeit zu wahren. Es ist keine leichte Aufgabe. Durch langjährige Praxis habe ich geeignete Methoden des Brütens für unterschiedliche Vögel entwickelt. "

Jedoch ist die Rettungsarbeit nur ein Teil der Bemühungen von Tian Zhiwei, um die Vögel zu schützen. Um sie effektiver zu schützen, stützt er sich auf Wissenschaft und Technik.

„Wir erfassen die geretteten Vögel telemetrisch per GPS. An ihren Füßen sind Vogelberingungen angebracht. Dann entlassen wir sie wieder in die Freiheit. In den vergangenen fünf Jahren haben wir zahlreiche Daten gesammelt. Nach Feierabend beobachte ich gerne am Computer ihre Flugwege und dokumentiere sie. Auf Basis dieser Daten analysiere ich ihr Benehmen und schätze die Einflüsse des Klimawandels ein. "

Laut Tian Zhiwei ist beim Vogelschutz die Kraft eines Einzelnen nicht genug. Er hofft, dass mehr Menschen Wildvögeln größere Aufmerksamkeit zukommen lassen.

„Früher haben viele Menschen meine Arbeit nicht verstanden. Aber jetzt bekomme ich Unterstützungen aus allen Gesellschaftsschichten, darunter auch aus entsprechenden Regierungsbehörden. Jedes Leben ist gleichwertig. Wir Menschen sind die höchste Klasse der Tiere. Denn wir können Werkzeuge produzieren und verwenden. Deshalb will ich unsere tierische Freunde mit menschlichen Methoden schützen. "

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