Beijing nicht mehr die verkehrsreichste Stadt Chinas

12-01-2017 11:43:41

Es mag die täglichen Pendler in der Hauptstadt auf den ersten Blick überraschen, aber laut der jüngsten Verkehrsstudie ist Beijing nicht mehr die landesweit verkehrsreichste Stadt.


Aus dem jährlich veröffentlichten Bericht des führenden chinesischen Navigationsgeräteherstellers „AutoNavi“ geht hervor, dass Beijing im Jahr 2016 bereits von Jinan (im Norden) und Harbin (im Nordosten) als Stadt mit den verstopftesten Straßen abgelöst wurde. Für den Bericht wurde die Situation des städtischen Nahverkehrs in 60 chinesischen Großstädten untersucht.


Im Jahr 2015 war Beijing zur landesweit verkehrsreichsten Stadt gekrönt worden. Damals prägten Internetuser den Begriff „shoudu“, der sehr ähnlich wie das chinesische Wort für „Hauptstadt“ klingt. Er bedeutet aber ironischerweise „am schlimmsten verstopft“. In der chinesischen Hauptstadt leben derzeit rund 21,7 Millionen Menschen mit 5,7 Millionen PKW.


Der jüngsten Studie zufolge verfügten Jinan, Harbin, Beijing und Chongqing über einen verkehrsbedingten Verspätungsindex von mehr als 2.0, was bedeutet, dass städtische Verkehrsteilnehmer während der Hauptverkehrszeiten mit etwa der doppelten Zeit der normalen Pendeldauer rechnen müssten.


Die Städte Guiyang, Shenzhen, Kunming, Hangzhou, Dalian und Guangzhou belegten im vergangenen Jahr jeweils die Plätze fünf bis zehn auf der Liste. Während Shanghai im Jahr 2015 noch Platz sieben auf der Rangliste eingenommen hatte, gehörte Chinas größte Wirtschaftsmetropole im vergangenen Jahr nicht mehr zu den Top-Zehn.


Der Bericht zeigt, dass sich die Verkehrssituation in den größten Metropolen, Beijing, Shanghai und Guangzhou, in jüngster Zeit dank des U-Bahn-Ausbaus beträchtlich verbessert hat. Dagegen sei Stau nun eher ein Problem der mittleren Großstädte. Dazu gehören Provinzhauptstädte und wirtschaftliche Ballungsgebiete auf provinzialer Ebene.

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