Wer will für Serien im Internet Geld ausgeben?

06-09-2017 13:55:17

Wer will für Serien im Internet Geld ausgeben?

Immer mehr Internetnutzer schauen sich Videos im Internet an. Statistiken zufolge hat die Zahl der Nutzer, die Geld für Onlineserien ausgeben, im Jahr 2016 75 Millionen übertroffen. Immer mehr Online-Videoportale bemühen sich um eine verstärkte Entwicklung von gebührenpflichten Onlineserien.

„Um einige Top-Serien zu verfolgen, habe ich mich bei drei Online-Videoportalen registriert.“ Xiao Lin studiert an der Beijing University of Posts and Telecommunications. Er sieht sich gerne Onlineserien an. „Manche Serien können eine Woche später kostenlos gesehen werden, aber ich kann nicht so lange warten.“

China ist nach Nordamerika und Europa bereits zum drittgrößten Markt für gebührenpflichte Onlineserien aufgestiegen. Im vergangenen Jahr wurden auf dem chinesischen Onlineserienmarkt 60,9 Milliarden Yuan RMB erwirtschaftet. Darunter lag der von Nutzern bezahlte Anteil bei 19,3 Prozent. Schätzungen zufolge werden die Zahlungen von Nutzern bis 2019 zur zweiten Haupteinnahmequelle der Branche.

Vor drei Jahren war ein solcher Umfang noch unvorstellbar. Chinesische Online-Videoportale hatten 2010 begonnen, gebührenpflichtige Onlineserien anzubieten. Bis 2013 wurde aber kein großes Spektrum an Serien bereitgestellt. Die Onlinezahlungsmöglichkeiten waren nicht ausgereift und zu kompliziert. Seit 2014 geht China tatkräftig gegen Raubkopien vor. Videoportale haben daher ihre Auswahl an guten Serien erhöht. Online- und mobile Zahlungsmöglichkeiten haben sich rasant entwickelt. All dies führte zu einem guten Entwicklungsumfeld für Onlineserien.

Die Nutzer können nun sowohl für einzelne Serien oder Filme, als auch für einen gewissen Zeitraum zahlen. Die zweite Zahlungsmethode bedeutet, dass man durch die Zahlung einen Monat lang oder für einen längeren Zeitraum alle VIP-Serien und Filme auf einem Videoportal sehen kann.

Statistiken zufolge seien junge Menschen zwischen 20 und 29 Jahren die Hauptkunden der gebührenpflichtigen Videos. Sie machten 44,2 Prozent der Nutzer aus, die Geld für Onlineserien ausgeben. Die 30- bis 39- Jährigen machten 23,4 Prozent aus. Unter 19-Jährige lägen bei 23,1 Prozent, Menschen über 40 Jahre dagegen nur bei 9,3 Prozent.

Im weltweiten Vergleich steckt Chinas Onlineserien-Markt noch in den Kinderschuhen. Gebührenpflichtige Onlineserien und Filme verlängern die Zeiträume, in denen Geld mit Filmen gemacht werden kann, was die Produktion von guten Serien fördert. Auch Zeichentrickserien und andere Videoformen finden ihre Abnehmer. Diese Zahlungsbereitschaft dient auch dem Wachstum artverwandter Branchen wie der Spiele-Industrie und Themenparks.

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