Forstfarm Saihanba gewinnt den Champions of the Earth Award

06-12-2017 14:43:06

Am Dienstag wurde der Umweltpreis „Champions of the Earth“ auf der UN-Umweltkonferenz verliehen. Sechs Organisationen und Einzelpersonen haben diesen Preis verliehen bekommen. Unter den Gewinnern ist auch die chinesische staatseigene Forstfarm Saihanba in der Provinz Hebei.

„Gewinner des zweiten Preises ist die chinesische Forstfarm Saihanba, die Ödland in ein grünes Paradies verwandelt hat.“

Die Preisverleihung zielt darauf ab, Organisationen und Personen, die besondere Beiträge zum Umweltschutz und zur Erhöhung der Umweltqualität geleistet haben, auszuzeichnen. Sechs Organisationen und Personen haben diese höchste Umweltauszeichnung der UNO gewonnen: die chilenische Präsidentin Michelle Bachelet, der Chef-Klimawissenschaftler der amerikanischen NASA Paul A. Newman, der amerikanische Filmproduzent Jeff Orlowski, CEO von Mobike Hu Weiwei, Vorstandchef der Firma Elion Wang Wenbiao und die Forstfarm Saihanba in Hebei.

Im Namen aller Mitarbeiter der Forstfarm Saihanba haben die 73-jährige Chen Yanxian, der 53-jährige Direktor der Forstfarm Liu Haiying und der 38-jährige Yu Shitao den Preis angenommen.

Dabei sagte Chen Yanxian:

„Als wir, 369 Personen, vor 55 Jahren in Saihanba ankamen, waren wir alle im Durchschnitt jünger als 24 Jahre. Damals war vor Sandstürmen kaum eine grüne Vegetation zu erblicken. In den vergangenen 50 Jahren haben die Mitarbeiter von nun mehr drei Generationen in Saihanba nur eine Aufgabe gehabt, nämlich von ganzem Herzen Bäume anzubauen, um die Sandwüsten und das Ödland in eine grüne Vegetationslandschaft zu verwandeln. Wir sind äußerst stolz darauf, ein grünes Wunder geschaffen zu haben!“

In den vergangenen 55 Jahren haben drei Generationen von Mitarbeitern der Forstfarm Saihanba den weltweit größten künstlichen Wald gepflanzt, dessen Fläche größer ist, als die des Territoriums von Singapur.

UN-Vizegeneralsekretär und Direktor des UNEP, Erik Solheim, betonte, in Saihanba sei eine außergewöhnliche Leistung vollbracht worden:

„Die Welt braucht eine möglichst baldige Rückkehr von Wald und Vegetation. In vielen Orten müssen Grünanlagen errichtet werden. Die Inspiration von Saihanba liegt für uns darin, dass durch die Bemühungen von drei Generationen große grüne Waldgebiete wiederhergestellt worden sind. Dies ist eine außerordentliche Leistung in Saihanba und Nordchina. Andere Teile der Welt werden nun auch davon ermutigt.“

Der brasilianische Umweltexperte Marcelo Furtado ist der Ansicht, dass die Forstfarm Saihanba innerhalb von 55 Jahren den weltweit größten künstlichen Wald errichtet hat. Ihre Erfahrungen sollen geteilt werden:

„Hinsichtlich der Waldfläche, der erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen während der Aufforstung - besonders das Einbinden aller Ansässigen an der Waldpflege -, meine ich, dass dies auch ein sehr interessantes Modell für andere Länder sein kann. Bei der Wiederaufforstung liegt die größte Schwierigkeit nicht im Pflanzen, sondern in der mehrjährigen, kontinuierlichen Baumpflege. Dies wurde in Saihanba erfolgreich betrieben.“

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