WTO: Welthandel wird drei Jahre in Folge stark wachsen

13-04-2018 11:32:37

Die Welthandelsorganisation (WTO) hat am Donnerstag in Genf ihren jährlichen Bericht über den globalen Handel veröffentlicht. Demnach ist der weltweite Handel 2017 um 4,7 Prozent gestiegen. Das ist das größte Wachstum seit 2011. 2018 und 2019 wird der globale Handel voraussichtlich um 4,4 Prozent und 4,0 Prozent wachsen.

Dem Bericht zufolge lag China 2017 im Bereich des Warenexports mit etwa 2,26 Billionen US-Dollar weltweit in Führung und hatte einen Anteil von 12,8 Prozent des weltweiten Warenexports. Hinter China lagen die USA, Deutschland, Japan, die Niederlande, Südkorea und die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong. Bezüglich des weltweiten Warenimports führten die USA mit einem Wert von 2,4 Billionen US-Dollar, also einem Anteil von 13,4 Prozent. China belegte Position zwei, gefolgt von Deutschland, Japan, Großbritannien, Frankreich und der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong. Im Vergleich dazu hinkt China bei kommerziellen Dienstleistungen allerdings ein wenig hinterher. Im Serviceimport belegte die Volksrepublik den zweiten, im Export den fünften Platz. In diesem Bereich lagen die USA weltweit an erster Stelle.

Dem WTO-Bericht zufolge ist das Wachstum des globalen Warenhandels 2017 hauptsächlich auf die Zunahme der Nachfrage zurückzuführen, besonders in Asien. Im vergangenen Jahr war Asien die Region mit dem schnellsten Wachstum des Imports und Exports. Das Importwachstum  belief sich auf 60 Prozent, das Exportwachstum auf 51 Prozent.

Die WTO zeigte sich optimistisch über die Situation des globalen Handels im laufenden und kommenden Jahr. Der WTO-Generalsekretär Roberto Azevedo sagte:

„Wir erwarten, dass das Wachstum des globalen Warenhandels 2018 fast identisch mit dem von 2017 sein wird, mit einem Wachstum von etwa 4,4 Prozent. 2019 ist ebenfalls ein starkes Wachstum von rund 4,0 Prozent zu erwarten. Das ist eine gute Nachricht. Es ist die beste Entwicklung des Handels seit der Krise und dient dem ökonomischen Wachstum, der Entwicklung und der Schaffung von Arbeitsplätzen weltweit.“


Azevedo sprach außerdem die zuletzt angespannte Handelssituation an. Er erklärte, in einer miteinander verbundenen Wirtschaft habe jeder Einfluss globale Auswirkungen.

Angesichts einer Frage von CRI würdigte der WTO-Generalsekretär Chinas Standpunkt für eine Lösung des Streits durch Verhandlungen:

„Ich finde, China ist ein vitales WTO-Mitglied und beteiligt sich fast an allen Dialogen und Verhandlungen. Die Volksrepublik schützt ihre Interessen auf angemessene Weise, wie jedes WTO-Mitglied es tun würde. China hat mehrfach betont, dass es das Welthandelssystem unterstützen und seine Pflichten im Rahmen der WTO erfüllen will. Das findet allgemeinen Anklang.“

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