China: Weitere Öffnung für Medizin-Branche

16-05-2018 14:16:10

China hat seinen Markt für die Medizin-Branche weiter geöffnet. Zu den neuen Öffnungsmaßnahmen gehören der kooperative Betrieb von Krankenhäusern zwischen China und anderen Ländern, Genehmigungen für den Import von Pharmazeutika und Zulassungen von Impfstoffen aus anderen Ländern.

Damit soll das Konsumverhalten der Bevölkerung stimuliert werden und zu neuen Entwicklungen in der Medizin-Branche führen.

Gute Nachrichten gibt es auch bei der Krebsbehandlung. Ab dem 1. Mai schafft China Importzölle für 28 Arzneimittel ab, darunter auch Medikamente gegen Krebs. Die Mehrwertsteuer für Krebsmedikamente wird auf drei Prozent gesenkt. Diese Krebsmedikamente werden von der Krankenversicherung mitgetragen. Deren Preisverhandlung übernimmt die Regierung, als zentraler Einkäufer der Arzneimittel.

Krebsmedikamente, die bisher noch nicht von der Krankenversicherung getragen werden, sollen in deren Liste mit aufgenommen werden.

All dies soll zur weiteren Preissenkung von Krebsmedikamenten beitragen und damit Krebspatienten entlasten. Darauf freut sich Frau Wu, die Familienangehörige eines an Lungenkrebs Erkrankten.

„Die importierten Krebsmedikamente sind sehr teuer. Manche in China hergestellten Krebsmedikamente kosten 100 Yuan RMB, etwa 13 Euro, während die eingeführten Medikamente 1000 Yuan RMB kosten. Aber die importierten Arzneimittel sind von besser Qualität und Effizienz. Deswegen bauen wir auf die Aufhebung der Zollgebühren."

Ende April genehmigte China unter bestimmten Voraussetzungen den Neun-valenten HPV-Impfstoff zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs. Im Vergleich zum relativ langen Genehmigungsprozess des Zwei- und Vier-valenten HPV-Impfstoffes dauerte die Zulassung des Neun-valenten HPV-Impfstoffes durch die Chinesische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel nur acht Tage.

Xiao Lu, stellvertretender Direktor des Technischen Entwicklungszentrums der chinesischen Assoziation für Arzneimittel, erklärte die schnelle Zulassung und betonte, dass einerseits der Impfstoff den Standards und den Bedingungen gerecht wird und andererseits China grünes Licht für einige mangelnde Arzneimittel und wichtige neue Arzneimittel gegeben habe.

„Neben dem HPV-Impfstoff haben wir auch gleich grünes Licht für andere neue Arzneimittel bekommen, wie den Impfstoff gegen den Ebola-Virus. "

Li Jinju, stellvertretende Direktorin des Registrierungsbüros der Staatlichen Aufsichtsbehörde Chinas für Arzneimittel, betonte, in Zukunft werde China den Genehmigungsprozess für Importarzneimittel weiter verkürzen und damit Patienten die neuersten und fortschrittlichsten Medikamente aus anderen Ländern so schnell wie möglich zur Verfügung stellen.

Zudem wird China den Markt für medizinische Dienstleistungen weiter öffnen. Vor kurzem kündigte die Chinesische staatliche Behörde für Gesundheitswesen an, den Markt der Medizin-Branche für internationales Kapital weiter zu öffnen. Die Teilnahmegrenze von 70 Prozent des ausländischen Kapitals bei Partner-Kliniken oder Joint-Venture-Krankenhäusern solle in Zukunft gelockert werden.


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