Adidas legt sein asiatisches Hauptquartier in China

16-05-2018 16:28:28

Der Gesamtprofit von Adidas ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf über 540 Millionen Euro gestiegen.

Im ersten Quartal 2018 hat der deutsche Konzern diese Umsatzsteigerung beibehalten können. Die Zahlen zeigen ein besonders starkes Wachstum in der Region Asien-Pazifik und in Nordamerika. Der Umsatz in China stieg im ersten Quartal um 26 Prozent. Im Vergleich dazu ist der Umsatz im Kernmarkt Westeuropa um nur fünf Prozent gewachsen.

Der Umsatz in Russland ist um rund 16 Prozent gesunken, was auf die schwierigen lokalen Marktbedingungen zurückzuführen ist.

Adidas versucht, seine Marktposition im asiatisch-pazifischen Raum zu festigen und hat im März seinen neuen asiatischen Hauptsitz in Shanghai eröffnet. Die ostchinesische Metropole wird als wichtigen Knotenpunkt für die einzelnen Märkte in China sowie in Japan, Südkorea und Südostasien dienen.

Adidas CEO Kasper Rorsted sagt, dass China die Rolle eines Knotenpunktes für die Verbreitung von Modetrends und technologischen Innovationen von Adidas spielen solle.

„Wir haben China als unser asiatisches Zentrum definiert, und mit diesem neuen Hauptquartier wollen wir die asiatischen Geschäfte aus China leiten. Das ist für uns wichtig, weil viele Trends, die wir in den Rest der Welt exportieren möchten, aus China stammen: nicht nur die Mode sondern auch die damit verbundene Technologie. Da hat sich China also von einem Exporteur zu einem Schöpfer verwandelt."

Rorsted erklärt uns, der große Umfang des chinesischen Marktes sei der größte Grund, warum Adidas China als Angelpunkt seiner Asienstrategie gewählt habe.

„Heute macht China zehn Prozent des weltweiten Sportartikelmarktes aus, Nordamerika 40 Prozent. In China gibt es viermal so viel Menschen wie in Nordamerika. Auch wenn die Kaufkraft der Chinesen in 20 Jahren nicht die in Nordamerika übertreffen würde, ist der Markt immer noch enorm."

Rorsted teilt uns weiter mit, sein Unternehmen habe das Ziel, das Gesundheitsbewusstsein der chinesischen Verbraucher zu erhöhen.

„Die Menschen wollen einen gesunden Lebensstil führen. Deswegen treiben die chinesischen Verbraucher immer mehr Sport. Man kann viele Leute in China joggen sehen. Die aktiven Sporttreiber in China müssen wir erreichen, weil sie unsere potenzielle Kunden sind. Alle Jogger brauchen bequeme Produkte zum Tragen. Wir müssen geeignete Produkte für sie produzieren.“

Adidas geht davon aus, dass der weltweite Profit des Unternehmens im laufenden Jahr 2018 um rund 10 Prozent wachsen wird, was vor allem auf das zweistellige Wachstum in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum zurückzuführen ist.

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