Mehr Uni-Absolventen bevorzugen zweitrangige Städte

13-06-2018 15:34:29

Statt großer Metropolen bevorzugen immer mehr chinesische Hochschulabsolventen die zweitrangigen Städte in der Volksrepublik. Dies geht aus einem jährlich veröffentlichten Bericht über die Beschäftigung chinesischer Studenten hervor.

Nur 22,3 Prozent der Hochschulabsolventen haben sich im vergangenen Jahr für eine Arbeitsstelle in den vier großen Metropolen Beijing, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen entschieden. Das sind 1,3 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2016 und 5,9 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2013.

Überdies entschlossen sich 21,7 Prozent der Absolventen dazu, die erstrangigen Städte nach einem dreijährigen Arbeitsaufenthalt zu verlassen. Das sind 2,5 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2016 und acht Prozentpunkte mehr als im Jahr 2015.

Der Bericht wies darauf hin, dass führende zweitrangige Städte immer mehr Hochschulabsolventen anziehen. Davon zeugt die Tatsache, dass nahezu 35,6 Prozent der chinesischen Hochschulabsolventen, die sich 2017 für die Arbeit in den führenden zweitrangigen Städten, wie etwa Hangzhou, Chengdu und Wuhan, entschieden, aus anderen Regionen stammten. Das entspricht einer Steigerung von 3,6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Es ist bereits der zehnte derartige Bericht, der vom Forschungsinstitut für Bildungswesen (MyCOS) veröffentlicht wurde. Dazu wurden insgesamt 306.000 Hochschulabsolventen aus 30 Provinzen und Regionen befragt.

Wang Boqing, Gründer des MyCOS, führt die Einstellungsänderung chinesischer Studenten in erster Linie auf den steigenden Alltagsdruck in den erstrangigen Städten zurück. Dazu gehören unter anderem die hohe Einwohnerzahl, Verkehrsstaus, Luftverschmutzung, hohe Wohnungspreise und die Schwierigkeiten beim Zugang zu einem eingetragenem permanenten Wohnsitz, dem sogenannten Hukou.

Im Gegensatz dazu haben zahlreiche zweitrangige Städte gezielte Begünstigungsmaßnahmen ergriffen, um talentierte Uni-Absolventen anzuziehen. Dazu zählt die Erleichterung bei der Beantragung des Hukous, Hilfe bei der Wohnungssuche als auch finanzielle Zuschüsse von der Regierung, sagte er.

Um noch mehr Hochschulabsolventen anzuziehen, plant beispielsweise  Wuhan, die Hauptstadt der zentralchinesischen Provinz Hubei,  preisgünstige Wohnungen für Uni-Absolventen zu bauen. Junge Uni-Absolventen bekommen die Gelegenheit, Wohnungen in Wuhan mit einem Preisnachlass von mindestens 20 Prozent zu mieten oder zu kaufen.

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