Die Eisenbahn-Seidenstraße: Der Direktzug Qingdao-Zentralasien

08-08-2018 15:34:27

Seit 2015 die Direktzuglinie zwischen der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao und Zentralasien eröffnet worden ist, haben mehr als 3000 Züge auf ihr verkehrt. Sie transportieren nicht nur Waren aus China, sondern auch aus Japan und Südkorea. Von Qingdao erreicht man per Direktzug sogar Europa, Südkorea, die Mongolei und die Staaten der ASEAN. Das alles zusammen ergibt die Eisenbahn-Seidenstraße.

Unter dem Schall der schrillen Pfeife fährt der Direktgüterzug Qingdao-Zentralasien von China Railway Container Transport (CRCT) am Qingdaoer Hauptbahnhof ab. In etwa mehr als zehn Tagen wird der Zug sein Ziel, Almaty in Kasachstan, erreichen. Wie der stellvertretende Generalmanager des Bahnhofs, Wei Xuelun, mitteilte, sei der Zug mit 43 Containern beladen. Allesamt gefüllt mit Autobauteilen und Lebensmitteln.

„Die erste Station des Direktzugs ist normalerweise der Pass Alashankou oder Korgas im uigurischen autonomen Gebiet Xinjiang. Danach wird er in Almaty eintreffen. Dort werden die Waren weiter aufgeteilt und in fünf zentralasiatische Länder transportiert. Die gesamte Fahrt dauert rund zwölf Tage. Der Vorteil des Direktzuges ist seine Geschwindigkeit. Er braucht 30 Tage weniger als ein Frachtschiff. Zudem sind die Transportkosten relativ niedrig."

Seit der Inbetriebnahme im Jahr 2015 sind bisher mehr als 3000 Direktzüge zwischen Qingdao und Zentralasien gefahren, jede Woche drei bis vier Züge.

„Bei der Rückfahrt werden normalerweise Weizen und Erz transportiert. Dabei arbeiten wir hauptsächlich mit der staatlichen Eisenbahn Kasachstans zusammen. Wir hoffen auch, mit dem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Qingdao mehr Möglichkeiten der Vernetzung zu erhalten, um mehr Waren nach China zu transportieren."

Neben Zentralasien als Destination gibt es nun auch Direktverbindungen nach Europa, Südkorea, in die Mongolei und in die Staaten der ASEAN von Qingdao aus. Zudem gibt es in der Stadt auch Direktverbindungen zu mehreren chinesischen Großstädten, wie Urumqi, Xi'an, Zhengzhou und Luoyang. Die Verbindung des Schienennetzes Qingdaos mit Shandong, Zentralasien und Europa ist nun erreicht worden. Der Direktor des Bahnhofs Jiaozhou von China Railway, Xing Fangmin, sagte:

„Nun haben wir im Rahmen der Seidenstraßeninitiative eine internationale Haupteisenbahnlinie zwischen Qingdao, Japan, Südkorea, Westeuropa, Südostasien, der Mongolei und Russland errichtet. Wir nennen diese Linie die „Eisenbahn-Seidenstraße"

Mit der Inbetriebnahme weiterer internationaler Direktzüge soll Qingdao in Zukunft noch enger mit den Ländern entlang der Seidenstraßen-Initiative verbunden werden. Ziel sei es Qingdao zu einem der Zentren gemeinsamen Wirtschaftens, gemeinsamer Teilhabe und gemeinsamer Prosperität entlang der Seidenstraßen zu machen.


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