Changsha – Chinas Hochburg des Maschinenbaus

08-08-2018 16:34:59

SANY, ein chinesischer multinationaler Schwermaschinenhersteller mit Sitz in Changsha, ist der sechstgrößte Schwermaschinenhersteller der Welt. Gegründet wurde SANY 1989. Bereits 2008 hatte Sany im Mediapark in Köln seine Europazentrale eröffnet. Von dort aus wird die Eurozone betreut. Im Januar 2012 übernahm Sany den deutschen Betonpumpenhersteller Putzmeister. Es war der bisher größte Zukauf eines chinesischen Unternehmens in Deutschland. Mit Putzmeister stieg SANY zum größten Hersteller von Betonpumpen weltweit auf.

Das Geschäft von SANY umfasst hauptsächlich Straßenbau, Hafenmaschinenbau und Schwermaschinenbau. Das Unternehmen war auch zuständig für den Pumpenservice beim Bau des Khalifa Tower in Dubai, des höchsten Gebäudes der Welt.

SANY betreibt derzeit sechs inländische Industrieparks in ganz China und besitzt zahlreiche Produktionsstätten in Übersee. Viele davon befinden sich entlang der Länder der Seidenstraßen-Initiative. Mehr weiß Liang Linhe, der CEO von SANY Group.

„Unser globales Produktions- und Vertriebsnetz umfasst die gesamte Strecke der Seidenstraßen-Initiative. Beispielsweise haben wir in Europa einschließlich Russland, Indien und im westchinesischen autonomen Gebiet Xinjiang Produktionsstätten oder Büros errichtet. Dies ist Teil unserer Internationalisierungskampagne. Der Parteisekretär von Hunan hat einmal die SANY Group dazu aufgefordert, das führende Unternehmen im Rahmen der Seidenstraßen-Initiative zu werden. In diesem Jahr wird unser Umsatz in Indien voraussichtlich drei Milliarden Yuan RMB (umgerechnet etwa 376 Millionen Euro) erreichen.“

Basierend auf der Erfahrung in der Fertigungsindustrie habe SANY auch eine eigene Plattform für das Internet der Dinge entwickelt, die alle Anlagen mit dem Datennetz verbinde. Dadurch solle die Produktion des Unternehmens intelligenter und effizienter werden, so He Dongdong, stellvertretender CEO der SANY-Group.

„Durch die Live-Parameter unserer Geräte, wie z.B. die Leistungsmessung eines arbeitenden Krans, sind wir besser in der Lage, Forschungen durchzuführen und unsere Geräte zu optimieren. Inzwischen sind alle Maschinen in unserer intelligenten Fabrik an das Internet angeschlossen. Auf diese Weise können wir den Produktionsprozess ständig überwachen und eine vollständige digitale Fertigung erreichen. Im Zuge des Kundendienstes können unsere ans Internet angeschlossenen Maschinen dazu beitragen, die Effizienz der Reparatur zu steigern und damit die Zufriedenheit der Kunden zu erhöhen.“

Die ebenfalls in Changsha ansässige Firma Chaint Robotics ist ein High-Tech-Unternehmen, das Roboter-Fertigungsanlagen entwickelt und produziert. Das Unternehmen bietet automatisierte Lösungen für Kunden aus den Bereichen Schienenverkehr, Automobil, Maschinenbau sowie Luft- und Raumfahrt an.

Gao Di ist der stellvertretende Manager von Chaint.

„Im Jahr 2014 vertrat unser Eisengussroboter das Team China bei den IERA Awards, dem höchsten Wettkampf der internationalen Roboterindustrie. Wir haben dabei den höchsten Preis für Innovation gewonnen - das erste Mal für ein chinesisches Unternehmen, seitdem China an dem Wettbewerb teilnimmt. Auf der Montagelinie der Autofabrik Dongfeng können vier dieser Eisengussroboter die Arbeit von 40 Personen verrichten. Am wichtigsten ist, dass die Qualität der von den Robotern hergestellten Produkte um 80 bis 90 Prozent erhöht werden kann.“

Derzeit wird die Robotertechnologie in China immer ausgereifter. Gao geht davon aus, dass die intelligenten Montagelinien in immer mehr Branchen Anwendung finden werden.

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