Zweigstelle des Palastmuseums im Bau

11-10-2018 14:14:30

Nach jahrelangen Vorbereitungen hat das Bauprojekt für eine Zweigstelle des Palastmuseums am Mittwoch in einem nordwestlichen Außenbezirk Beijings begonnen.

Mit einer Gesamtfläche von 62 Hektar dient die Zweigstelle im Norden des Haidian-Bezirks als zusätzliche Einrichtung des Palastmuseums, auch bekannt als Verbotene Stadt.

Die Zweigstelle des Palastmuseums soll planmäßig im Juni 2022 eröffnet werden. Dennoch sollte das Konservierungszentrum, das die dorthin verlagerten Kulturgegenstände beherbergt, bereits im Jahr 2020 für das Publikum zugänglich gemacht werden, und zwar anlässlich des 600. Geburtstags der Verbotenen Stadt.

„Eine derartige Nebeneinrichtung wird unseren Service verbessern und unsere Ausstellungsfläche vergrößern“, so Shan Jixiang, Direktor des Palastmuseums. Eine zu kleine Ausstellungsfläche sei seit jeher das Problem des Palastmuseums, das eine Sammlung von 1,86 Millionen Kulturgegenständen beherbergt.

Die Exponate werden ausnahmslos in antiken Gebäuden ausgestellt, was die Sicherheit und die Konservierung der kulturhistorischen Gegenstände erschwert. So konnten bislang lediglich zwei Prozent der Sammlung des Palastmuseums turnusmäßig zur Schau gestellt werden.

„Vor allem die großen Exponate in unserer Sammlung, wie etwa Wandteppiche und Sänften, erfordern eine große Ausstellungsfläche“, so Shan. „Gegenwärtig ist es deshalb in der Verbotenen Stadt unmöglich, derartige Gegenstände auszustellen. Aber das neue Museum könnte dafür gute Voraussetzungen bieten.“

Darüber hinaus gebe es mehrere weitere Gründe für die Eröffnung eines neuen Museums. „Die Entscheidung respektiert sozusagen die Geschichte“, sagte Shan.

„Während des imperialen Zeitalters verfügte die kaiserliche Familie über mehrere Paläste und Residenzen. Sie bevorzugte beispielsweise einen neuen Standort im nordwestlichen Außenbezirk der Hauptstadt. Der Sommerpalast ist ein Beispiel hierfür “.

Das neue Museum beherbergt überdies die Überreste einer alten Porzellan-Ofenanlage, die zu jener Zeit Keramikprodukte für den kaiserlichen Hof herstellte. Auch das könnte eine Attraktion für das Publikum sein, so der Direktor des Palastmuseums.

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