Kommentar: Was für eine digitale Welt wollen wir aufbauen?

09-11-2018 14:15:59

Die fünfte Welt-Internet-Konferenz ist am Mittwoch im Wasserdorf Wuzhen der Provinz Zhejiang eröffnet worden. In diesem Jahr stand die Konferenz unter dem Thema „Schaffung einer vertrauenswürdigen digitalen Welt, gemeinsamer Aufbau der Gemeinschaft mit geteilter Zukunft im Cyberspace".

Bis Ende Juni des laufenden Jahres erreichte das Internet über 55 Prozent der Bevölkerung weltweit. Etwa 4,2 Milliarden Menschen erhalten Informationen über das Internet, was die Informationsbeschaffung, Lebensweise, Denkweise und Wertanschauung der Menschheit verändert.

Deswegen sind die verbreiteten Inhalte im Internet von großer Bedeutung. Aber die Wahrheit ist, dass die am schnellsten vorsätzlich verbreiteten Informationen online häufig depressive und pessimistische Fehlinformationen sind.

MIT-Forschungen zufolge wird eine falsche Nachricht mit 75 prozentiger Wahrscheinlichkeit auf Twitter geteilt und 10 bis 20 Mal schneller verbreitet als eine den Tatsachen entsprechende Nachricht. Um 1.500 Empfänger zu erreichen, benötigt eine wahre Nachricht sechs Mal länger als eine vorgetäuschte Nachricht.

Taylor Owen, Vize-Professor der kanadischen Universität of British Columbia für digitale Medien und globale Angelegenheiten, sagte, dass man sich neben den verbreiteten Inhalten im Internet auch auf die Rahmenstruktur und das Erwerbsmodell der Internetindustrie konzentrieren müsse. Man solle besonders das Sammeln und die Nutzung der privaten Daten durch Internetgiganten beobachten, um das Internet ordnungsmäßig und effektiv zu verwalten. Owen wies ferner darauf hin, es sei unmöglich, dass sich die Internetgiganten aus eigenem Willen einer strengen Aufsicht fügen würden, ganz wie die großen Banken und Finanzinstitute, die die internationale Finanzkrise 2008 verursacht hätten. Daher solle die internationale Gemeinschaft das Verwaltungssystem des Internets verbessern, um das System transparenter, fairer und ordnungsmäßiger zu entwickeln.

Heutzutage lebt die Menschheit in der zeitgenössischen, dynamischen, digitalen Welt des Internets. Daher soll die internationale Gemeinschaft sowohl bei der Verwaltung der verbreiteten Inhalte als auch bei der Aufsicht der Verbreitungsplattformen multilateral miteinander kooperieren. Wie Chinas Staatspräsident Xi Jinping gesagt hat, sei das Internet zwar unsichtbar, aber die Internetuser seien sichtbar. Alle Länder sollten sich darum bemühen, eine Gemeinschaft mit geteilter Zukunft im Cyberspace aufzubauen.

In einer digitalen Welt, die die Denk- und Lebensweise der Menschheit erheblich verändert, müssen die sichtbaren Menschen einander vertrauen und Misstrauen vermeiden. Alle Länder müssen die Regeln der unsichtbaren digitalen Welt einhalten, die von allen im Rahmen des gegenseitigen Respekts, der Gleichberechtigung und der Inklusivität gemeinsam vereinbart wurden.

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