Jing Quan: Designer des China-Pavillons

25-07-2019 15:15:44

Der China-Pavillon gilt als eine repräsentative Architektur auf dem Gelände der Beijinger Gartenbauexpo 2019. Der halbkreisförmige Bau hat eine Gesamtfläche von 23.000 Quadratmetern und eine Höhe von 36 Metern. Jing Quan, einer der Hauptdesigner des Pavillons, erzählt uns mehr über das Designkonzept.

„Mit dem Entwurf begannen wir im Jahr 2014 und endeten im Jahr 2015. Ursprünglich wollten wir den Pavillon in einer kreisförmigen Form gestalten. Dann haben wir es in dieses halbrunde Gebäude umgebaut, um die natürliche Umgebung besser zu berücksichtigen. Und es ist eine mutige Entscheidung, da sie nur wenige Tage vor der endgültigen Ausschreibung im Jahr 2015 getroffen wurde. Der Bau hat auch die Form des alten chinesischen Ornaments namens Ruyi, dem Symbol des Glücks. Das Symbol wurde von Bergen und dem Fluss Guihe umgeben und damit wollen wir die Besucher aus aller Welt herzlichen willkommen heißen.“

Jing Quan: Designer des China-Pavillons

Viele Elemente der alten chinesischen Weisheit wurden in die Gestaltung des Pavillons einbezogen. Auf diese Weise hofften die Designer, Besuchern aus der ganzen Welt die traditionelle chinesische Kultur und die lange Geschichte des Landes näher zu bringen.

„Im ‚Buch der Lieder', der ältesten Vers-Sammlung Chinas, beschreibt ein Gedicht die Traufen der alten Architektur als Schwingen der Vögel. Genau davon haben wir uns bei der Gestaltung des geschwungenen Daches inspirieren lassen. Die Architektur ähnelt sich auch einem alten chinesischen Bauernhaus, das von terrassenförmig angelegten Feldern, Bergen und Flüssen umgeben wird. Damit wollen wir der ganzen Welt die lange Geschichte der landwirtschaftlichen Zivilisation Chinas und die alte chinesische Weisheit vermitteln.“

Jing Quan: Designer des China-Pavillons

Neben den traditionellen Philosophien sind die grünen Technologien ein weiteres Highlight des Designs. Jing Quan weiß mehr:

„Der Pavillon ist in der Tat ein riesiges Treibhaus. Durch das spezielle Material auf dem Dach wird Sonnenenergie gesammelt, um Strom für den Pavillon zu erzeugen. Und mit einem Sammel- und Speichersystem des Regenwassers kann aufbereitetes Regenwasser zur Bewässerung der nahegelegenen Terrassenfelder verwendet werden. Außerdem haben wir einen einzigartigen unterirdischen Klimaanlagentunnel gebaut, um den Energieverbrauch im Pavillon zu senken. Hier haben wir uns von den nordchinesischen Residenzen aus dem antiken China inspirieren lassen.“

Jing fügte hinzu, in den vergangenen 40 Jahren der Reform und Öffnung haben die Chinesen allmählich erkannt, dass die alte chinesische Landwirtschaft und die Natur viel mehr zu bieten haben, als man sich vorgestellt hatte. In diesem Bereich sollten alle Fachkollegen des Landes in der Zukunft mehr in die Tiefe gehen, sagte Jing Quan weiter.

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