Satelliten und Drohnen beim Reisanbau: Dorf Chalukou testet Landwirtschaft 4.0

01-07-2019 16:12:32

Der 36-jährige Zhang Lei, leitender Ingenieur für topografische Vermessung vom Ministerium für Natürliche Ressourcen, kommt aus der Großstadt Harbin. Er arbeitet in diesem kleinen Dorf seit zwei Jahren. Obwohl es sehr schwer sei, halte er die Anstrengungen zur Erreichung der Landwirtschaft 4.0 für sinnvoll. Er erklärt seine Arbeit:

Satelliten und Drohnen beim Reisanbau: Dorf Chalukou testet Landwirtschaft 4.0

„Wir bieten Mapping-Dienstleistungen für landwirtschaftliche Betriebe an. Durch eine Kartierung stellen wir der Plattform genaue Bodeninformationen zur Verfügung. Systemdesigner werden mit diesen Grunddaten die Routen von Drohnen und unbemannten landwirtschaftlichen Maschinen planen. Diese Traktoren und Drohnen arbeiten dann autonom.“

Der 32-jährige Hu Yunlong, Systemdesigner der Harbin Aerospace Star Data System Technology Co. Ltd erklärt:

Satelliten und Drohnen beim Reisanbau: Dorf Chalukou testet Landwirtschaft 4.0

„In der Präzisionslandwirtschaft werden Beidou-Satelliten nicht nur zur Überwachung genutzt, sondern ihre Daten werden in die landwirtschaftliche Arbeit integriert. Mähdrescher und Traktoren navigieren anhand von GPS-Daten zentimetergenau über die Felder, die Ausbringung von Düngemittel kann auf den Quadratmeter genau koordiniert und der optimale Erntezeitpunkt errechnet werden. Die genaue Erfassung des Zustands einer Pflanzenart bzw. eines Pflanzenbestandes ist die Voraussetzung für alle folgenden Arbeitsschritte. Diese sollen sich genau an den jeweiligen Bedürfnissen und Anforderungen der Pflanzen orientieren. Man kann optimieren, was die Pflanzen brauchen, und erheblich an Spritzmitteln und Wasser sparen. Auf diese Weise lassen sich der Aufwand und die Menge der Produktionsmittel senken bzw. anpassen und die Erträge zugleich erhöhen.“

Hu Mingdi sagt, dass es das Hauptziel sei, die Einkommen der Landwirte zu steigern und den Bauern ein besseres Leben zu ermöglichen.

Satelliten und Drohnen beim Reisanbau: Dorf Chalukou testet Landwirtschaft 4.0

„Der Kern der Landwirtschaft 4.0 ist die Transformation des Industriemodells. Wir werden die Kohärenz der Interessen von Landwirten und Unternehmen sicherstellen: niedrige Kosten, hohe Qualität, guter Preis. Beispielsweise betragen die Kosten für die Aussaat mit automatisierten Maschinen nur 800 Yuan pro Hektar, auf traditionelle Weise kostet es 2.600 Yuan pro Hektar. Durch eine Überwachung auf dem Boden wie in der Luft könnte man zudem auf Pestizide sogar ganz verzichten. Der chemische Rückstand im Reisqualitätsbericht ist nahezu Null. Die Qualität wird weiter verbessert und die Landwirte haben ein höheres Einkommen.“

Interview: Wang Yaqi Chen Yan Wang Zixin

Fotos:Wang Yaqi Wang Zixin

Gesprochen: Hu Hao Lu Ming


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