Shanghaier Hotels bieten keine Einweg-Hygieneartikel mehr an

02-07-2019 15:12:06

Seit Montag dürfen die Hotels in Shanghai ihren Gästen keine wegwerfbaren Einweg-Hygieneartikel mehr anbieten - Es sei denn, die Gäste fragen gezielt danach. Dieser Schritt ist Teil der Bemühungen der chinesischen Metropole, Müll zu reduzieren und eine grüne Entwicklung zu schaffen.

Die Gäste werden ermutigt, im Rahmen ihres Aufenthalts recyclebare Gebrauchsartikel wie Zahnbürste, Kamm, Badeschwamm, Rasierer, Nagelfeile und Schuhcreme zu benutzen.

Die Maßnahme wurde in den neuen Verordnungen über Mülltrennung und -verwertung festgelegt, die am Montag in der Wirtschaftsmetropole in Kraft getreten sind.

Das Kunlun Jing An Hotel reagierte umgehend auf die Vorgabe der  Stadtregierung und stellt ohne Nachfrage keine wegwerfbaren Einweg-Hygieneartikel mehr in den Hotelzimmern bereit. In einer Mitteilung der Hotelverwaltung hieß es, die neuen Maßnahmen würden zur Verringerung von Kunststoffabfällen beitragen, da Kunststoff das Hauptmaterial für die Herstellung wegwerfbarer Einweg-Hygieneartikel sei.

Gerd Knaust, Generaldirektor des Kunlun Jing An Hotels, sagte: „Im Kampf gegen Kunststoffabfälle setzt sich Shanghai damit an die Spitze aller chinesischen Städte. Hotels sind Schaufenster einer Stadt und daher auch verpflichtet, zu Mülltrennung und -recycling beizutragen sowie darüber hinaus Kunden aus aller Welt zu ermutigen, ein umweltfreundliches Leben zu führen.“ Das Kunlun Jing An Hotel hat seine potenziellen Gäste über verschiedene Online- und Offline-Kanäle über die neuen umweltfreundlichen Maßnahmen informiert.

Du Liangliang ist für das Hotelgeschäft beim landesweit führenden Online-Reisebüro Ctrip zuständig. Er erklärt, jeden Tag würden mindestens 6,5 Millionen wegwerfbare Einweg-Hygieneartikel geöffnet, wenn 50 Prozent der insgesamt 13 bis 15 Millionen Hotelzimmer belegt seien. „Daher ist es ein äußerst bedeutender Schritt auf dem Weg zur Abfallverringerung, wenn alle chinesischen Hotels sich weigern, wegwerfbare Einweg-Hygieneartikel anzubieten“, so Du.

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