Chinas real genutzte Auslandsinvestitionen in erster Jahreshälfte um 7,2 Prozent gewachsen

12-07-2019 10:21:09

Jüngsten Angaben des chinesischen Handelsministeriums zufolge sind in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres die real genutzten Auslandsinvestitionen in China um 7,2 Prozent auf 478,33 Milliarden Yuan RMB gestiegen.

Der Pressesprecher des chinesischen Handelsministeriums, Gao Feng, teilte mit, dass in der ersten Jahreshälfte die real genutzten Auslandsinvestitionen stabil gewachsen seien. Auslandsinvestitionen seien vermehrt in die High-Tech-Branchen geflossen:

„In der ersten Jahreshälfte sind die real genutzten Auslandsinvestitionen in High-Tech-Branchen um 44,3 Prozent gestiegen. Die im  Hightech-Fertigungsgewerbe sind um 13,4 Prozent gewachsen, in der Pharmaindustrie um 12,8 Prozent, in der Elektro- und Telekommunikationsindustrie um 25 Prozent und im Hightech-Dienstleistungssektor um 71,1 Prozent."

Statistiken zufolge haben im ersten Halbjahr Investitionen aus Südkorea, Singapur, Japan und Deutschland ein zweistelliges Wachstum aufgewiesen.

Einige Meldungen sprechen von dem Abzug ausländischer China-Investitionen, aus Angst einiger Unternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung vor eventuellen Vergeltungsmaßnahmen durch den chinesisch-amerikanischen Handelsstreit. Dazu betonte Gao Feng, sein Handelsministerium habe bereits die Besorgnis mancher ausländischer Unternehmen zur Kenntnis genommen. Momentan gebe es in China keinen großangelegten Abzug von Auslandsinvestitionen. Er fügte hinzu, China lege nach wie vor großen Wert auf die Auslandsinvestitionen. Vor kurzem seien mehrere neue Maßnahmen ergriffen worden, darunter der Erlass des „Gesetzes über Auslandsinvestitionen“ und die Reduktion der Negativlisten über den landesweiten Investitionszugang und in Freihandelsexperimentalzonen. All dies diene dazu, kontinuierlich einen Geschäftsausbau der ausländischen Unternehmen in China zu unterstützen:

„Wir haben auf verschiedenen Ebenen Symposien veranstaltet, wobei Vorschläge und Anregungen der Betriebe mit ausländischer Kapitalbeteiligung ernsthaft angehört worden sind. Betreffende vernünftige Vorschläge sind aufgegriffen worden, um bei der Lösung konkreter Probleme dieser Firmen zu helfen. All dies zeigt, dass Chinas Entschlossenheit zur Unterstützung des Geschäftsausbaus der ausländischen Unternehmen in China unverändert bleibt. China wird auf keinen Fall ausländische Unternehmen unterdrücken oder diskriminieren. Legitime Rechte und Interessen der Betriebe mit ausländischer Kapitalbeteiligung in China werden entschieden geschützt.“

Gao Feng bekräftigte erneut, die chinesische Regierung werde nach wie vor die Märkte weiter öffnen sowie Rechte und Interessen ausländischer Unternehmen immer effektiver schützen. Firmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung würden bessere Dienstleistungen angeboten. So bleibe China das wettbewerbsfähigste und beliebteste Investitionsziel für ausländische Unternehmen.

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